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Golf von Lion bis Badalona / Juli 31, 2017

Auf dem Weg nach Spanien lassen wir die französische Küste gemütlich an uns vorbei ziehen. Es ist klar Hochsaison, somit die Ankerplätze entsprechend voll und der Verkehr rege. – Was soll’s, in ein paar Wochen wird’s wieder ruhiger, das ist sicher.

Mit Südwind rasen wir dann nach Saintes-Maries-de-la-Mer, dem sagenumsponnenen Ort in der Camargue. Der Anker fällt in der östlichen Einbuchtung des gleichnamigen Golfes, so dass wir die kilometerweit reichenden Sanddünen geniessen können. – Heute geht’s nicht mehr in den Ort, – nach den 40 nm sind wir viel zu müde.

Saintes-Maries-de-la-Mer wurde nach den ‚Marien‘ benannt, die hier cirka 40 AD mit einem Boot ohne Segel oder Ruder anlandeten. Die Hauptattraktion des Ortes ist die Kathedrale, die einen mehr an eine Festung als Kirche erinnert:

Obgleich der Ort eigentlich hübsch wäre, so ist er heute eine Touristenhochburg und besteht vornehmlich aus Restaurants und Souvenirläden.

Jetzt aber los gen Spanien, – wir überqueren den Golf von Lion mit Wind aus SSE mit Ziel Collioure, das knapp vor der spanischen Grenze liegt. Die 84 nm machen wir komplett unter Segeln, das meiste mit Halbwindkurs, erst kurz vor dem Ziel müssen wir noch etwas mehr an den Wind. Ein super Segeltag abgesehen von den relativ hohen Wellen.

Geankert wird in der kleinen Bucht neben Collioure,

geschlafen wird nicht viel, da kurz nach Mitternacht ein Gewitter heranzieht und wir dem Ankergrund nicht vertrauen. Somit geht’s etwas früher als geplant am Morgen nach Spanien, – die Wassertemperaturen im Golf von Lion sind uns eh eindeutig zu erfrischend:

Innert weniger Stunden steigt die Wassertemperatur um fast 10°, so haben wir’s viel lieber.

Von den Buchten bis Barcelona sind wir sehr enttäuscht: alle sind mit Bojen voll und die Bojen sind mit kleinen Motorbooten belegt, – für uns hat’s keinen vernünftigen Platz. Eine Nacht verbringen wir mit viel Schwell vor Anker, dann geht’s eh in den Hafen. Robin muss in die Schweiz fliegen, leider geht es seiner Mutter nicht gut. Da wir kurz vor Barcelona sind entscheiden wir uns für die Marina Badalona, die gleich nebenan liegt.

Strandpromenade sowie Altstadt von Badalona sind hübsch und bieten viel für Jung und Alt.

Männer mit Herzproblemen sollten sich jedoch vorsehen: ‚oben ohne‘ ist fast durchgehend angesagt. Es gibt sogar einen Bereich, da wird ‚alles ohne‘ stolz zur Schau gestellt, – nicht nur aber auch knackige Männer-Popos 🙂

Solange Robin in der Schweiz ist habe ich viel Zeit die Gegend zu erkunden. Ich spaziere jeden Tag etliche Kilometer bis die Sohlen meiner MBT Sandalen in Fetzen hängen, – die hätte ich mir robuster vorgestellt. Also habe ich ein neues Projekt: Schuhe kaufen! – Das wird nicht einfach werden, da es mega viele Schuhgeschäfte gibt. Eins ist sicher, die Entscheidung wird schwer fallen. – Robin, der Glückliche, bleibt von der Qual der Wahl verschont.

Mein nächster Ausflug führt mich zum ‚Lidl‘. Nicht erwartet hatte ich, dass der Weg durch China führt:

….ein riesiges Gebiet ist hier klar unter asiatischer Herrschaft, – und es wird das getan, was die Chinesen sehr gut können: ‚Handel‘. Riesige Lagerhallen sind als Verkaufsstätte umgestaltet, – und es gibt nahezu alles im Angebot.

Am 29. Juli findet das Reggae Beach Festival statt, gleich neben der Marina Badalona. Um die Musik zu hören muss ich das Boot nicht verlassen, trotzdem geh ich mir’s etwas näher ansehen….

Nicht ganz meine Altersgruppe, – und es ist eh viel zu heiss zum Tanzen. Da geh ich doch lieber ein kühles Bierchen trinken und die Musik aus der Ferne geniessen.

Bis bald!

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