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Leck im Rumpf / August 31, 2017

Wir haben ein kleines Leck im Rumpf beim B&G Sensor festgestellt, der bei der tiefsten Bilge sitzt (unterm Esstisch im Salon).

Der Sensor wurde in der Türkei durch die ‚EMEK Spezialisten‘ ausgetauscht. Wie bei vielen anderen Dingen, haben auch hier die mutmasslichen Spezialisten den Einbau mit dem falschen Material vorgenommen. Folglich wurde die Stelle mit der Zeit brüchig und porös, so dass in die Umgebung sowie das Schiffsinnere Wasser eindringen konnte.  Auch wenn das Leck klein ist, so fühlt es sich nicht gut an wenn Salzwasser eindringt, vor allem wird der Schaden immer grösser.

Da wir eh eine Zwangspause haben, überlegen wir ob wir unsere GrosDoux auf’s Trockendock nehmen um das Leck fachmännisch schliessen zu lassen. Die Marina Badalona hätte auch Platz auf dem Trockendock, jedoch ist in Spanien Ferienzeit, somit fast keine Handwerker verfügbar. Die wenigen, die es hat sind total überlastet…

Zu allem Überdruss stelle ich fest, dass unter dem gerade mal 1,5 Jahre alten Kühlschrank auch Wasser austritt, – ob es Schwitzwasser oder ein Leck im Schlauch des Abtauwassers ist wissen wir nicht. – Aber wenigsten ist es Süsswasser…

Langweilig wird es einem auf einem Boot wirklich nie.

Dann ist es soweit: unsere GrosDoux geht auf’s Trockendock, – das zweite Mal in diesem Jahr.

Das Leck ist schnell gesichtet; es wird genau untersucht, gereinigt und die faule Stelle grosszügig entfernt. Mittels einem Vakuum-Trocknungsgerät wird über Nacht die Feuchtigkeit entfernt, die sich mit der Zeit gebildet hatte. Dann geht’s mit einem speziellen Epoxid-Glasfaser Gemisch dem Leck an den Kragen. Noch einmal wird das Vakuum-Trocknungsgerät angeschlossen, so dass die Verbindung gut eingepresst wird und abtrocknen kann ohne Risse zu bilden. Zum Schluss wird das Werk mit Epoxid und Coppercoat überzogen.

 

Da wir eh gerade dabei sind und sich unser Eisenkiel wie auch ein paar kleine Stellen am Rumpf vom Coppercoat lösen, behandeln wir diese auch gleich nach. Das mit dem Kiel ist uns schleierhaft, haben wir diesen doch erst im April in Tunesien komplett neu machen lassen. Na ja, eine Chance bekommt er noch, diesmal wieder mit Epoxid-Primer als Untergrund… – Aller guten Dinge sind drei, – oder so hoffen wir wenigstens.

Wir rollen und pinseln um die Wette, dabei ist es so heiss, dass der Coppercoat schneller trocknet als erwartet. Nach 2,5 Stunden haben wir dann alles x-mal überstrichen und hoffen, dass es diesmal hält.

Morgen wird das Werk angeschliffen, dann geht’s zurück ins Wasser.

Am späten Nachmittag ist es soweit: GrosDoux geht wieder schwimmen. Ich bin etwas aufgeregt, da Robin wieder in die Schweiz musste, ich somit für alles alleine verantwortlich bin. Froh bin ich, dass die zwei Herren, die einen Grossteil der Arbeiten ausgeführt haben mich zum Hafenplatz begleiten.

Ob nun meine Crew oder ich letztendlich mehr Nerven gebraucht haben kann ich nicht sagen, – sicher ist, unsere GrosDoux steht unbeschadet auf ihrem Platz. Für mich war es das erste Mal, dass ich unsere GrosDoux rückwärts einparken durfte. Einmal mehr hat sie bewiesen, dass sie nicht gerne rückwärts fährt, schon gar nicht dahin wo ich will. Aber mit Hilfe des Bugstrahlers konnte ich sie beim vierten Anlauf dann doch überzeugen…

Solange unsere GrosDoux auf dem Trockenen war, mussten wir ins Hotel ziehen und haben die Zeiten zwischendrin genutzt um Ausflüge zu machen. – Ausser unseren kulinarischen Exkursionen

— auch den selbst zubereiteten:

…gab es auch kulturelle Höhepunkte wie den wunderschönen Ort Vic, der nördlich von Badalona liegt:

Bis bald!

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